Do Not Leave London Before Eating In "Dishoom"


Es war der perfekte Nachmittag: Sonnig-kühle Temperaturen. Bärenhunger. "Shantaram" von Gregory David Roberts in der Tasche. Indien - inmitten von Londons Soho.


Dieses Bild zeigt Dishoom in Shoreditch, einem angesagten Künstlerviertel, das an dem hippen Stadtteil Hoxton grenzt. Jedes Dishoom Restaurant bringt seinen eigenen, extrem coolen Style mit sich. (@foodetective.com)



Ich hatte am Tag zuvor eine unglaublich aufregende Audition in London hinter mich gebracht. Ich hatte noch keine Ahnung, dass diese auch erfolgreich gewesen war und an diesem Tag war es mir tatsächlich auch egal! Ich spazierte einfach nur glücklich durch Londons Straßen und genoss die Atmosphäre, Sonnenstrahlen und den Thrill, in einer kulturell so unheimlich vielfältigen Stadt zu sein.


"You are now / In London, that great sea, whose ebb and flow / At once is deaf and loud, and on the shore / Vomits its wrecks, and still howls on for more / Yet in its depth what treasures!" - P.B. Shelley

Ich hatte, wie oben schon erwähnt, "Shantaram" von G.D.Roberts in der Tasche (für dieses großartige Werk gibt es auch einen Blogeintrag) und suchte nach einem Restaurant, in dem ich lecker essen und lesen konnte. Ich erinnerte mich an eine Empfehlung meiner lieben Freundin Anja und ihres Mannes und machte mich auf den Weg ins nächste Dishoom.



Little Did I Know ...



... welch perfekter Tipp es im Endeffekt war. Ich landete im Dishoom in Carnaby und war schon einmal beeindruckt von der Inneneinrichtung. Verschiedene Bereiche und Ecken, bunte Fliesen, geschmackvoller Wohnzimmer-Look, gemütlich und gut besucht. Ich musste ein wenig auf einen freien Platz warten (Reservierungen sind definitiv empfehlenswert) und wurde von einer freundlichen Kellnerin zu einem kleinen Tisch für Zwei geführt.



The Journey Started ...



Das klar strukturierte Menü ließ meinen Magen knurren. Die freundliche Kellnerin kam schon bald und fragte mich nach meinem Getränke-Wunsch. Ich konnte mich (wie üblich) nicht entscheiden und sie legte mir Dishooms House Chai ans Herz.

Ich nenne ihn "flüssige Herrlichkeit"! Warm, spicy, unaufdringlich mit einer leichten Süße. Dieser kommt praktisch als Flatrate. Sobald deine Tasse leer ist, füllt ein Kellner sie wieder auf. (Ein Konzept, das ich mir in mehr Restaurants und Cafés wünsche, ihr nicht auch?)


Sich danach für ein Gericht zu entscheiden war fast unmöglich. Ich denke auch ohne meine chronischen Entscheidungsschwierigkeiten hätte ich mich schwer getan. Kurz habe ich mir vier Mägen gewünscht, wie Kühe sie haben, aber dann ist mir sofort die "First-World-lichkeit" dieses Gedankens klar geworden und ich entschied - wie beim Chai - bei den Klassikern zu bleiben und mich in Zukunft bei jedem Besuch in London durch die Karte zu arbeiten. Mit dem Garlic Naan, das für mich zu jedem indischen Gericht gehört, wurde es ...

Flüssige Herrlichkeit, die

(@IG: dishoom)


A Chicken Called Ruby!



Die Wartezeit verbrachte ich damit, in das Bombay G.D.Roberts zu tauchen und fühlte mich, als würde ich in einem der dort beschriebenen Cafés sitzen. Das Dishoom ist eine Hommage an die alten, iranischen Cafés in Bombay, in denen sich "reiche Businessmänner, verschwitzte Taxifahrer und sich umwerbende Pärchen" sammelten. Dort, wo "Studenten frühstückten, Familien zu Abend aßen, Anwälte ihre Briefe lasen und Schriftsteller ihre Charaktere fanden".


@ IG Dishoom, Chicken Ruby

Das Curry Chicken Ruby roch fantastisch. Mit seiner dicken, würzigen Makhani Sauce hat es meine Zunge und mein Herz erobert. Ich war im siebten Curry Himmel! Glücklich sorgte ich dafür, dass man die Pfanne im Grunde nicht mehr säubern musste und lehnte mich entspannt zurück.

Die aufmerksame Kellnerin legte mir die Dessert Karte vor die Nase und ich warf, völlig gesättigt und aus reiner Neugier (Ha!), einen Blick darauf. Die Beschreibungen machten so Lust, ich entschied meine Magenkapazität auf die Probe zu stellen und bestellte etwas, das sich Basmati Kheer nannte.


Liebe. Es war Liebe.

Weicher, kühler, karamellisierter Basmati Reis Pudding, gekocht in vanilliger Kokosmilch.

Verfeinert mit Kardamom und Cashews. On Top: Blaubeer Kompott.

(Mic Drop.)

Das Gefühl, wenn man etwas von seiner Bucket List streichen kann, ohne vorher gewusst zu haben, dass es drauf stand.


@ IG Dishoom, Basmati Kheer



And to add something else than delicious blueberry compote on top



Die Kellnerin war so froh über meine Glückseligkeit, dass sie kurzerhand losging, mir das Dishoom Kochbuch brachte, das Rezept für das Kheer schon aufgeschlagen und es mich abfotografieren ließ.


What?


An diesem Nachmittag hat alles gestimmt. Wenn ich dann noch gewusst hätte, dass ich auch noch ein Jobangebot in der Tasche hatte, wäre ich sicher 5 Zentimeter über dem Boden durch Londons Straßen geschwebt...


Falls ihr Lust bekommen habt, hier ist der Link zum (äußerst schicken) Kochbuch!

Schreibt mir auf jeden Fall, wenn ihr es gekauft habt...




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